Wir haben für Sie die Zusammefasungen, die sich pro Kapitel am Ende befinden, zusammengestellt. Sie finden auch hier ein pdf mit allen Zusammenfassungen am Ende dieser Seite.

 


Teil I – Lernen


 

Kapitel 1 – Lernen und Performanz

  • Lernen ist ein erfahrungsbasierter Prozess, der in einer re­lativ überdauernden Veränderung des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert.

  • Der Lernprozess selbst kann nicht beobachtet werden, nur das veränderte Verhalten.

  • Nicht alles, was gelernt wird, zeigt sich auch im Verhal­ten. Daher ist die Unterscheidung zwischen Lernen und Performanz wichtig.

 

Kapitel 2 – Assoziatives Lernen

  • Bei der klassischen Konditionierung wird ein neutraler Stimulus mit einem unkonditionierten Stimulus assoziiert (Konditionierung 1. Ordnung).

  • Mit Konditionierung 2. Ordnung bezeichnet man die Kopplung zwischen einem neutralen Reiz und einem kon­ditionierten Stimulus.

  • Evaluative Konditionierung meint die Assoziierung eines neutralen Stimulus mit einem affektiven Stimulus.

  • Generalisierung bei der klassischen Konditionierung meint Reizgeneralisierung.

  • Diskriminierung bei der klassischen Konditionierung meint Reizdiskriminierung.

  • Inhibition bei der klassischen Konditionierung meint, dass der konditionierte Stimulus das Nichteintreten des unkonditionierten Stimulus vorhersagt.

  • Das Gesetz der Erfahrung beschreibt, dass das Ergebnis eines vorangehenden Verhaltens das nachfolgende Ver­halten beeinflusst.

  • Operante Konditionierung ist Lernen von Verhaltenskon­sequenzen.

  • Verstärker sind alle Reize, die die Auftretenswahrschein­lichkeit von Verhalten beeinflussen können.

  • Primäre Verstärker sind unkonditionierte Verstärker wie Nahrung und Schmerzen.

  • Sekundäre Verstärker sind konditionierte Verstärker.

  • Bei der operanten Konditionierung handelt es sich um Verhalten-Wirkung-Assoziationen.

  • Generalisierung bei der operanten Konditionierung meint situationsübergreifendes Verhalten.

  • Diskriminierung bei der operanten Konditionierung meint situationsspezifisches Verhalten.

  • Bei der Konfrontationstherapie werden Betroffene mit dem angstauslösenden Reiz direkt konfrontiert, um neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.

  • Latentes Lernen meint Lernen, das nicht direkt im Ver­halten sichtbar wird.

  • Erlernte Hilflosigkeit ist das Ergebnis von Lernerfahrun­gen, bei denen der Organismus erlebte, keine Kontrolle und Einflussnahme zu haben.

  • Um zu handeln, müssen wir lernen, welche Handlung mit welchem Ergebnis verknüpft ist und welches Ergebnis welche Handlungen verlangt (Handlungs-Ergebnis-Asso­ziationen).

  • nhibition bei der operanten Konditionierung meint die Vermeidung bestehender Reaktionen.

  • Das Premack-Prinzip besagt, dass jedes Verhalten ein an­deres Verhalten verstärken kann.

  • Kontiguität meint die räumlich-zeitliche Nähe zwischen zwei Reizen (klassische Konditionierung) bzw. Reiz und Konsequenz (operante Konditionierung).

  • Kontingenz bedeutet, dass das Vorkommen des einen Rei­zes immer mit dem Vorkommen des anderen Reizes bzw. der Reaktion verbunden ist.

  • Kontingenz ist für Lernen wichtiger als Kontiguität.

  • Gelernt wird nur, wenn Überraschendes passiert.

  • Blockierung meint, dass eine bestehende Assoziation das Lernen einer neuen Assoziation verhindert.

  • Welche Assoziation gebildet wird, hängt vom relativen Vorhersagebeitrag des Stimulus ab.

  • Das Rescorla-Wagner-Modell ist eine mathematische Formulierung von Assoziationslernen in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überraschung.

  • Bestrafung ist ein wirksames Mittel zur Verhaltensunter­drückung, aber nicht zur Verhaltenslöschung.

  • Verlernen ist Lernen von Neuem.

  • Forward chaining (Shaping) ist eine vorwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Startverhal­ten + Teilverhalten 1 + Teilverhalten 2 + Teilverhalten 3 + … = Gesamtverhalten.

  • Backward chaining ist eine rückwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Endverhalten + Teilverhal­ten n + Teilverhalten n‑1 + Teilverhalten n‑2 + … + Start­verhalten.

  • Fertigkeiten sind erlernte Fähigkeiten mit dem Ziel einer effizienten Aufgabenbearbeitung.

  • Häufig wird beim Fertigkeitserwerb zwischen einer ko­gnitiven, einer assoziativen und einer autonomen Phase unterschieden.

  • Nach der Closed-Loop-Theorie erfolgt der Fertigkeitser­werb über einen Abgleich zwischen Ist- und Soll-Zustand.

  • Die Schematheorie nimmt die Bildung von abstrakten Verhaltensprogrammen beim Fertigkeitserwerb an.

  • Passives Vermeidungslernen meint das Unterlassen von Verhalten, um negative Konsequenzen zu vermeiden.

  • Aktives Vermeidungslernen meint die Ausführung eines bestimmten Verhaltens, um negative Konsequenzen zu vermeiden.

  • Vermeidungsverhalten in angstbezogenen Situationen kann nach dem Zwei-Faktoren-Modell der Angst zur Aufrechterhaltung der Angst beitragen.

 

Kapitel 3 – Modelllernen

  • Modelllernen, soziales Lernen, Beobachtungslernen oder Imitationslernen werden synonym verwendet.

  • Mit automatischer Imitation meint man die unwillkürli­che Nachahmung des Verhaltens eines Modells. Man be­zeichnet das auch als Chamäleon-Effekt.

  • Das Nachahmen ist für das gegenseitige Verständnis und das Entwickeln von Empathie wichtig.

  • Beobachten und Handeln sind eng miteinander verzahnt und können im Gehirn ganz ähnliche Aktivationsmuster auslösen.

  • In Studien konnte gezeigt werden, dass auch komplexe Verhaltensweisen durch Beobachtung gelernt werden können.

  • Die sozial-kognitive Lerntheorie unterscheidet zwischen Akquisition und Performanz.

  • Für die Akquisition sind Aufmerksamkeits- und Ge­dächtnisprozesse wichtig, für die Performanz spielen Motivation und motorische Reproduktionsfähigkeit eine Rolle.

  • Selbstwirksamkeit ist eine Kompetenzerwartung und bezeichnet die allgemeine Überzeugung, eine Situation durch bestimmte Handlungen bewältigen zu können.

  • Nach der Skript-Theorie lernen wir Verhaltensskripte (Drehbücher) für bestimmte Situationen durch Beobach­tung, die dann abgerufen werden, wenn die aktuelle Situ­ation der Lernsituation ähnelt

 

Kapitel 4 – Implizites Lernen

  • Implizites Lernen ist „Lernen, ohne es zu merken“.

  • Implizites Lernen lässt sich nur an veränderten Verhal­tensweisen ablesen.

  • Implizites Lernen ist unbewusst und geschieht beiläufig.

  • Implizites Lernen ist vor allem in den ersten Lebensjahren die einzige Form des Lernens.

  • Implizites Lernen ist besonders effizient bei komplexen Reizmustern

  • Explizites Lernen ist absichtsvolles und bewusstes Lernen.

  • Wir lernen, ohne es zu merken, durch Kovariationen Merkmale.

  • Viele Stereotype sind durch versteckte Kovariationen er­lernt.

  • Auch Reihenfolgen von Ereignissen lernen wir implizit.

  • Implizit bezieht sich auf den Lernvorgang und den Ab­rufvorgang.

 


Teil II – Motivation


 

Kapitel 5 – Determinanten des Verhaltens

  • Menschliches Verhalten strebt allgemein danach, posi­tive Zustände zu erreichen und negative Zustände zu vermeiden.

  • Das appetitive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Erreichung positiver Zustände.

  • Das aversive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Vermeidung negativer Zustände.

  • Als Verhalten definieren wir Geschehnisse, die von außen beobachtbar sind und die sich von anderen Geschehnis­sen unterscheiden lassen.

  • Erleben ist ein bewusstseinsmäßiges Geschehen, das sub­jektiv wahrgenommen wird und von außen nicht beob­achtbar ist.

  • Implizite Motive sind dispositional verankerte, emotional eingefärbte Präferenzen, situationsübergreifend auf be­stimmte Reize in bestimmter Art und Weise zu reagieren.

  • Explizite Motive sind sprachlich ausdrückbare Ziele und Werte einer Person.

  • Die Selbstbestimmungstheorie unterscheidet fünf Moti­vationslagen: externale Regulation, introjizierte Regulation, identifizierte Regulation, integrierte Regulation und intrinsische Regulation.

  • Implizite und explizite Motive können kongruent oder in­kongruent sein.

  • Die Bedürfnishierarchie von Maslow unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Grundbedürfnisse.

  • Grawe nennt vier psychologische Grundbedürfnisse, nämlich das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, das Bedürfnis nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung, das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung.

  • Die moderne Motivationspsychologie unterscheidet drei implizite Motivklassen (big three), nämlich Leistung, Macht und ein soziales Motiv.

  • Das Leistungsmotiv beschreibt generell das Bedürfnis, seine Leistung an eindeutigen und nachvollziehbaren Standards zu messen und zu verbessern.

  • Das Machtmotiv beschreibt das Streben, auf andere Ein­fluss auszuüben und sie in gewünschter Art und Weise zu beeinflussen.

  • Beim Machtmotiv kann zwischen einem personalen und einem sozialen Motiv unterschieden werden.

  • Das soziale Motiv beschreibt unsere sozialen Bedürfnisse, die darin bestehen, Kontakt mit anderen zu suchen bzw. zu vertiefen.

  • Beim sozialen Motiv wird zwischen dem Anschlussmotiv und dem Intimitätsmotiv unterschieden.

  • Das Leadership Motive Syndrom beschreibt die Merk­malskombination aus hohem Macht- und Leistungsmotiv und geringem sozialen Motiv.

  • Für implizite und explizite Motive gibt es eigene Metho­den zur Messung.

  • Mit Handeln meint man intentionales (absichtsvolles) Verhalten.

  • Ziele sind die Gründe unseres Handelns.

  • Triebe und biologische Notwendigkeiten können Ursa­chen für Verhalten sein.

  • Mit Anreiz charakterisieren wir, wie stark Reize, Situatio­nen oder Zustände uns anziehen oder abstoßen.

  • Motive sind dispositionale Vorlieben und Präferenzen, bestimmte Reize als Anreiz zu empfinden.

  • Motivation ist ein Zustand, in dem wir uns, durch An­reize ausgelöst, in eine bestimmte Richtung hin verhalten, mit einer bestimmten Intensität und für eine bestimmte Dauer.  

 

Kapitel 6 – Triebtheorien der Motivation

  • Triebgesteuertes Verhalten wird durch Deprivation in Gang gesetzt.

  • Triebe entsprechen körperlichen Bedürfnissen.

  • Als Lebenstrieb beschreibt Freud jene körperlichen Be­dürfnisse, die mit unserem Selbsterhalt zu tun haben.

  • Der Todestrieb steht für unser (selbst‑)zerstörerisches Verhalten.

  • Mit Libido wird die uns energetisierende Kraft bezeich­net.

  • Triebe können nicht immer direkt befriedigt werden, tau­chen aber in sublimierter Form auf.

  • Die Persönlichkeit einer Person setzt sich nach Freud aus den drei Instanzen Es, Ich und Über-Ich zusammen.

  • Das Es repräsentiert das ungefiltert Triebhafte in uns, das Über-Ich steht für die verinnerlichten Normen, dem Ich kommt die Vermittleraufgabe zwischen Es und Über-Ich zu.

  • Konflikte zwischen den drei Instanzen der Persönlichkeit können Abwehrmechanismen in Gang setzen.

  • Nach dem Yerkes-Dodson Gesetz ergibt sich die beste Leistung bei mittelschweren Aufgaben und mittlerem Er­regungsniveau.

  • Nach Hull lässt sich Verhalten als Funktion von Antrieb und Gewohnheit verstehen.

  • Gewohnheiten entstehen durch Verstärkungen in der Ver­gangenheit.

  • Triebe energetisieren uns triebunspezifisch.

  • Der Antrieb entsteht zunächst aus ungestillten Primärbe­dürfnissen (Hunger, Durst, Sexualität).

  • Sekundäre Triebe sind Reize, die durch Konditionierungs­prozesse mit den primären Trieben assoziiert wurden.

  • Triebreize beschreiben bedürfnisspezifische Empfindungen.

  • Mit Anreiz bezeichnet Hull das Ausmaß der Verstärkung, das mit äußeren Reizen einhergeht.

  • Hulls erweitertes Modell beschreibt Verhalten als Funk­tion von Gewohnheit (H = habit), Antrieb (d = drive) und Anreiz (I = incentive): V = H × D × I.

 

Kapitel 7 – Feldtheorie

  • Menschliches Verhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt.

  • Das Personenmodell beschreibt die unterschiedlichen Be­dürfnisse und Ziele einer Person.

  • Es lassen sich zentrale (eher abstrakte) und periphere (eher konkrete) Bedürfnisse unterscheiden.

  • Unbefriedigte Bedürfnisse erzeugen Spannungen, die durch bedürfnisspezifische Aktivitäten reduziert werden können.

  • Es kann zu Ersatzhandlungen kommen, wenn ein Bedürf­nis nicht direkt befriedigt werden kann.

  • Nach der Theorie der symbolischen Selbstergänzung können wir Selbstdefizite auch symbolisch kompensieren, wenn wir keine direkten Einflussmöglichkeiten haben.

  • Mit unterschiedlichen Bedürfnissen gehen unterschiedli­che kognitive, emotionale und motivationale Funktions­lagen einher.

  • Der Zeigarnik-Effekt beschreibt das Phänomen, dass un­erledigte Aufgaben im Gedächtnis salienter (verfügbarer) sind.

  • Die Anziehungs- bzw. Abstoßungskraft (K) ist abhängig von der Valenz (V) der Objekte und deren Distanz (D); K = V/D.

  • Die Valenz eines Objektes hängt von den aktuellen Be­dürfnissen ab.

  • Der Präferenzwechsel beschreibt das Phänomen, dass weniger wertige Objekte u. U. höherwertigen Objekten vorgezogen werden, wenn diese einfacher oder schneller zugänglich sind.

  • Der Projekt-Komplettierungseffekt beschreibt den Be­fund, wonach die Bereitschaft zu noch mehr Investitionen zum Ende eines Projektes hin steigt.

  • Verhaltenskonflikte sind dann gegeben, wenn zwei Alter­nativen mit entgegengesetzter Kraft auf die Person ein­wirken.

  • Der Annäherungs-Annäherungs-Konflikt stellt die Wahl zwischen zwei angenehmen Alternativen dar.

  • Der Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt bedeutet die Wahl zwischen zwei unangenehmen Alternativen.

  • Der Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt liegt vor, wenn ein Objekt sowohl anziehende als auch abstoßende Eigen­schaften besitzt.

  • Der doppelte Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt be­schreibt die Wahl zwischen zwei Objekten, die beide sowohl anziehende als auch abstoßende Eigenschaften besitzen.

  • Kognitive Dissonanz ist ein unangenehmer Zustand, der entstehen kann, wenn eine Person widersprüchliche Überzeugungen, Gedanken oder Einstellungen hat, wie dies bei Verhaltenskonflikten passieren kann.

  • Mit Gegenwartspräferenz wird das Phänomen beschrie­ben, zeitlich näherliegenden Ereignissen einen höheren Wert beizumessen als zukünftigen Ereignissen.

  • Nach der Hypothese der valenzabhängigen Zeitdiskon­tierung verblassen negative Ereignisse mit zunehmender zeitlicher Distanz.

  • Affektabhängige Zeitdiskontierung meint, dass mit zu­nehmender Ereignisdistanz kognitive Bewertungen domi­nieren, während bei nahen Ereignissen affektive Bewer­tungen im Vordergrund stehen.

  • Das Umweltmodell beschreibt die Objekte und die davon ausgehenden anziehenden und abstoßenden Kräfte, die sich im Lebensraum der Person befinden.

 

Kapitel 8 – Erwartungswerttheorien

  • Erwartungswerttheorien beschreiben motiviertes Verhal­ten als Ergebnis der Bedeutsamkeit eines Ziels und der sub­jektiven Erwartung, dieses Ziel auch erreichen zu können.

  • Das Risiko-Wahl-Modell beschreibt Motivation als Pro­dukt von Motivstärke, Erwartung und Anreiz.

  • In Leistungssituationen kann dabei zwischen dem Motiv Erfolg zu erzielen und dem Motiv Misserfolg zu vermei­den unterschieden werden.

  • Erfolgsorientierung und Misserfolgsorientierung sind dispositionale Eigenschaften, können aber auch situativ variieren.

  • Erfolgsorientierung und Misserfolgsorientierung haben Einfluss auf den Selbstwert.

  • Der Erfolgsanreiz hängt unmittelbar mit der erwarteten Lösungswahrscheinlichkeit ab: je unwahrscheinlicher die Lösung, desto größer der Anreiz.

  • Die Misserfolgsmotivation steigt mit zunehmender Lö­sungswahrscheinlichkeit.

  • Die Gesamtmotivation setzt sich stets aus Erfolgs- und Misserfolgsmotivation zusammen.

  • Misserfolgsmotivation ist immer negativ und wirkt hem­mend.

  • Erfolgsorientierte Personen bevorzugen mittelschwere Aufgaben.

  • Misserfolgsorientierte Personen sollten leichte bzw. schwere Aufgaben präferieren.

  • Erfolg und Misserfolg können auf unterschiedliche Ursa­chen attribuiert werden.

  • Ein internaler Attributionsstil im Erfolgsfall ist selbst­wertdienlich, ebenso wie eine externe Attribution im Fall des Misserfolgs.

  • Empirische Evidenz gibt es insbesondere für die Vorher­sagen hinsichtlich der erfolgsmotivierten Personen.

  • Bei der Gesamtmotivation sind auch extrinsische Fakto­ren zu berücksichtigen.

  • Generalisierte Erwartungen lassen sich nach internaler Kontrolle und externaler Kontrolle unterscheiden.

  • Internale Kontrollüberzeugung meint die Überzeugung, durch eigenes Handeln die Situation verändern zu kön­nen.

  • Externale Kontrollüberzeugung ist die Überzeugung, dass externe Faktoren den Ausgang der Situation bestimmen.

  • Internale Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit sind vergleichbare Konzepte.

  • Situationsergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwar­tung, dass eine Situation ohne eigenes Zutun zu einem ge­wünschten Ergebnis führen

  • Handlungs-Ergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwar­tung, welche Handlung zu welchem Ergebnis führt.

  • Selbstwirksamkeitsüberzeugungen sind Kompetenzer­wartungen, also Überzeugungen, Handlungs-Ergebnisse selbst auch herbeiführen zu können.

  • Ergebnis-Folge-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, welche Konsequenzen das Situationsergebnis für persön­lich relevante Ziele besitzt.

 

Kapitel 9 – Handlungsregulatorische Ansätze

  • Das Rubikon-Modell der Handlungsphasen unterschei­det zur Beschreibung von intentionalem Handeln vier Phasen und differenziert dabei zwischen Zielsetzung und Zielrealisierung.

  • In der prädezisionalen Phase werden unterschiedliche Ziele gegeneinander abgewogen, es kommt zur Inten­tionsbildung.

  • In der präaktionalen Phase wird die Zielerreichung vor­bereitet und geplant.

  • In der aktionalen Phase wird zielbezogen gehandelt.

  • In der postaktionalen Phase wird das Handlungsergebnis bewertet.

  • Jede Phase geht mit einer spezifischen Bewusstseinslage einher.

  • Unter Volition versteht man, dass ein Ziel auch gewollt werden muss, damit zielbezogene Handlungen initiiert werden.

  • Das Zwei-Prozess-Modell der Handlungsregulation un­terscheidet zwischen assimilativen und akkommodativen Prozessen der Diskrepanzreduktion.

  • Assimilation meint die aktiv handelnde Veränderung des Ist-Zustandes in Richtung Soll-Zustand.

  • Akkommodation meint die Anpassung des Soll-Zustan­des an die Möglichkeit des Ist-Zustandes.

  • Assimilation ist funktional, solange die Zielerreichung möglich ist, dysfunktional dagegen, wenn die Zielerrei­chung blockiert oder unmöglich ist und die Zielbindung aufrechterhalten wird.

  • Akkommodation ist funktional, wenn die Zielerreichung nicht mehr möglich ist, dysfunktional jedoch dann, wenn sie zu einer zu frühen Zielablösung führt.

  • Sind sowohl Assimilation als auch Akkommodation gleich stark, kann es zu einem Regulationsdilemma kom­men.

  • Tendenzen zur Assimilation nehmen mit dem Alter ab, Tendenzen zur Akkommodation nehmen mit dem Alter zu.

  • Lageorientierung meint das Verharren in der problemati­schen Situation ohne neue Lösungswege zu suchen.

  • Handlungsorientierung meint die andauernde Bereit­schaft, problematische Situationen durch eigenes Eingrei­fen ändern zu wollen

 


Teil III – Emotion


 

Kapitel 10 – Was sind Emotionen?

  • Emotionen sind affektive Gefühle.

  • Emotionen lassen sich als kurzfristige, unwillkürliche, si­tuative und objektgerichtete affektive Reaktionen definie­ren, die unser Erleben und Verhalten beeinflussen.

  • Stimmungen sind nicht objektbezogen.

  • Diskrete Emotionsmodelle gehen von einer begrenzten Anzahl an Basisemotionen aus.

  • Dimensionale Emotionsmodelle gehen von einer Einord­nung emotionaler Erlebnisse entlang der Dimensionen Erregung und Valenz aus.

  • Emotionen lassen sich anhand von fünf Komponenten beschreiben, nämlich Erleben, Ausdruck, Kognitionen, Physiologie und Motivation.

  • Die Erlebenskomponente beschreibt den Umstand, dass sich unterschiedliche Emotionen anders anfühlen.

  • Emotionen beeinflussen unsere Mimik und unser nonver­bales Verhalten.

  • Anhand des Facial Action Coding System (FACS) lassen sich die mimischen Ausdrucksweisen verschiedener Emo­tionen beschreiben.

  • Die Facial-Feedback-Hypothese besagt, dass unser emo­tionales Erleben über ein Wahrnehmungsfeedback hin­sichtlich unserer Gesichtsmuskulatur beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird.

  • Es gibt keine eins-zu-eins-Entsprechung zwischen physio­logischen Prozessen und emotionalem Erleben.

  • Emotionen beeinflussen unsere Informationsverarbei­tung.

  • Emotionen sind auch Folge bestimmter kognitiver Bewer­tungsprozesse.

  • Emotionen sind Motivatoren.

  • Emotionen gehen mit spezifischen Handlungsbereitschaf­ten einher.

  • Emotionen entwickeln sich über die Lebensspanne hinweg.

  • Die Befundlage zur Häufigkeit und Intensität im emotio­nalen Erleben im höheren Alter ist nicht eindeutig.

  • Die sozioemotionale Selektivitätstheorie geht davon aus, dass ältere Menschen sich zunehmend solche Bedingun­gen aussuchen, bei denen die für sie positiven Aspekte überwiegen.

  • 5Wir regulieren Emotionen auf verschiedene Arten und Weisen, um uns zu schützen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, unsere wahren Emotionen zu verbergen oder aus hedonistischen Gründen.

 

Kapitel 11 – Wie entstehen Emotionen?

  • Es lassen sich biologische, kognitiv-physiologische und kog­nitive Theorien zur Emotionsentstehung unterscheiden.

  • Biologische Theorien gehen davon aus, dass Emotionen angeborene Reaktionen auf bestimmte äußere Reizein­wirkungen sind.

  • Die James-Lange-Theorie besagt, dass Emotionen nichts anderes als die Wahrnehmung körperlicher Reaktionen sind.

  • Die Theorie der somatischen Marker geht davon aus, dass wir uns an Körpererfahrungen im Zusammenhang mit Entscheidungen erinnern können, wobei diese Erin­nerungen uns dann später als Bauchgefühl zur Verfügung stehen.

  • Als primäre Emotionen (Basisemotionen) werden ange­borene Emotionen bezeichnet.

  • Sekundäre Emotionen bezeichnen dagegen Emotionen, die sich als Mischung aus primären Emotionen ergeben.

  • Ein eindeutiges physiologisches Reaktionsprofil, mit dem man spezifische Emotionen unterscheiden kann, ist bisher nicht nachgewiesen.

  • Kognitiv-physiologische Theorien sehen Emotionen als das Ergebnis von (kultur-sozial bedingten) Kategorisie­rungsprozessen von Rohgefühlen (core affects) an.

  • Rohgefühle sind unspezifische Erregungen ohne Objekt­bezug.

  • Emotionen können durch Umetikettierung der Rohge­fühle verändert werden.

  • Kognitive Emotionstheorien sehen Emotionen allein als Ergebnis von Bewertungsprozessen an.

  • Nach dem Komponenten-Prozess-Modell bewerten wir Ereignisse permanent nach ihrer Relevanz, ihren Impli­kationen, unserem Bewältigungspotenzial und ihrem Be­zug zu unserem Selbstkonzept und unseren Normen und Werten.

 

Kapitel 12 – Wozu haben wir Emotionen?

  • Emotionen geben uns Auskunft über die Bedeutsamkeit von Ereignissen.

  • Sie verändern die Wahrnehmung und steuern unsere Auf­merksamkeit.

  • Positive Stimmung ist häufig mit einer eher oberfläch­lichen Informationsverarbeitung verbunden, negative Stimmung dagegen eher mit einer elaborierten Verarbei­tung.

  • Stimmungskongruente Reize werden bevorzugt verarbeitet.

  • Emotionen unterbrechen auch laufende Prozesse der In­formationsverarbeitung und passen sie an die veränderten Umstände an.

  • Emotionale Ereignisse werden besser behalten und erinnert.

  • Gedächtnisinhalte (Vorwissen und Erfahrungen) sind selbst auch bei der Emotionsentstehung beteiligt.

  • Wir nutzen Emotionen als Informationen darüber, wie es uns gerade geht und was relevant ist.

  • Emotionen und Motivation sind eng miteinander ver­bunden.

  • Positive Ereignisse aktivieren das appetitive Motivations­system, negative Ereignisse das aversive Motivationssystem.

  • Emotionen spielen in der Beziehungsgestaltung eine we­sentliche Rolle.

  • Emotionen haben eine soziale Funktion, bei der Grup­penverhalten reguliert wird.

  • Unter emotionaler Ansteckung versteht man die (automa­tische) Tendenz, sein Gegenüber emotional zu imitieren, um emotional mit der anderen Person zu konvergieren.

  • Emotionen besitzen auch eine kulturelle Dimension, weil sie beispielsweise an der Vermittlung von Normen und Werten beteiligt sind.

 

Alle Zusammenfassungen als pdf: