Wir haben für Sie die Zusammefasungen, die sich pro Kapitel am Ende befinden, zusammengestellt. Sie finden auch hier ein pdf mit allen Zusammenfassungen am Ende dieser Seite.
Teil I – Lernen
Kapitel 1 – Lernen und Performanz
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Lernen ist ein erfahrungsbasierter Prozess, der in einer relativ überdauernden Veränderung des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert.
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Der Lernprozess selbst kann nicht beobachtet werden, nur das veränderte Verhalten.
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Nicht alles, was gelernt wird, zeigt sich auch im Verhalten. Daher ist die Unterscheidung zwischen Lernen und Performanz wichtig.
Kapitel 2 – Assoziatives Lernen
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Bei der klassischen Konditionierung wird ein neutraler Stimulus mit einem unkonditionierten Stimulus assoziiert (Konditionierung 1. Ordnung).
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Mit Konditionierung 2. Ordnung bezeichnet man die Kopplung zwischen einem neutralen Reiz und einem konditionierten Stimulus.
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Evaluative Konditionierung meint die Assoziierung eines neutralen Stimulus mit einem affektiven Stimulus.
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Generalisierung bei der klassischen Konditionierung meint Reizgeneralisierung.
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Diskriminierung bei der klassischen Konditionierung meint Reizdiskriminierung.
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Inhibition bei der klassischen Konditionierung meint, dass der konditionierte Stimulus das Nichteintreten des unkonditionierten Stimulus vorhersagt.
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Das Gesetz der Erfahrung beschreibt, dass das Ergebnis eines vorangehenden Verhaltens das nachfolgende Verhalten beeinflusst.
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Operante Konditionierung ist Lernen von Verhaltenskonsequenzen.
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Verstärker sind alle Reize, die die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten beeinflussen können.
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Primäre Verstärker sind unkonditionierte Verstärker wie Nahrung und Schmerzen.
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Sekundäre Verstärker sind konditionierte Verstärker.
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Bei der operanten Konditionierung handelt es sich um Verhalten-Wirkung-Assoziationen.
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Generalisierung bei der operanten Konditionierung meint situationsübergreifendes Verhalten.
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Diskriminierung bei der operanten Konditionierung meint situationsspezifisches Verhalten.
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Bei der Konfrontationstherapie werden Betroffene mit dem angstauslösenden Reiz direkt konfrontiert, um neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.
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Latentes Lernen meint Lernen, das nicht direkt im Verhalten sichtbar wird.
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Erlernte Hilflosigkeit ist das Ergebnis von Lernerfahrungen, bei denen der Organismus erlebte, keine Kontrolle und Einflussnahme zu haben.
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Um zu handeln, müssen wir lernen, welche Handlung mit welchem Ergebnis verknüpft ist und welches Ergebnis welche Handlungen verlangt (Handlungs-Ergebnis-Assoziationen).
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nhibition bei der operanten Konditionierung meint die Vermeidung bestehender Reaktionen.
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Das Premack-Prinzip besagt, dass jedes Verhalten ein anderes Verhalten verstärken kann.
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Kontiguität meint die räumlich-zeitliche Nähe zwischen zwei Reizen (klassische Konditionierung) bzw. Reiz und Konsequenz (operante Konditionierung).
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Kontingenz bedeutet, dass das Vorkommen des einen Reizes immer mit dem Vorkommen des anderen Reizes bzw. der Reaktion verbunden ist.
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Kontingenz ist für Lernen wichtiger als Kontiguität.
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Gelernt wird nur, wenn Überraschendes passiert.
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Blockierung meint, dass eine bestehende Assoziation das Lernen einer neuen Assoziation verhindert.
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Welche Assoziation gebildet wird, hängt vom relativen Vorhersagebeitrag des Stimulus ab.
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Das Rescorla-Wagner-Modell ist eine mathematische Formulierung von Assoziationslernen in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überraschung.
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Bestrafung ist ein wirksames Mittel zur Verhaltensunterdrückung, aber nicht zur Verhaltenslöschung.
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Verlernen ist Lernen von Neuem.
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Forward chaining (Shaping) ist eine vorwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Startverhalten + Teilverhalten 1 + Teilverhalten 2 + Teilverhalten 3 + … = Gesamtverhalten.
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Backward chaining ist eine rückwärtsgerichtete Verkettung einzelner Verhaltensschritte: Endverhalten + Teilverhalten n + Teilverhalten n‑1 + Teilverhalten n‑2 + … + Startverhalten.
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Fertigkeiten sind erlernte Fähigkeiten mit dem Ziel einer effizienten Aufgabenbearbeitung.
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Häufig wird beim Fertigkeitserwerb zwischen einer kognitiven, einer assoziativen und einer autonomen Phase unterschieden.
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Nach der Closed-Loop-Theorie erfolgt der Fertigkeitserwerb über einen Abgleich zwischen Ist- und Soll-Zustand.
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Die Schematheorie nimmt die Bildung von abstrakten Verhaltensprogrammen beim Fertigkeitserwerb an.
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Passives Vermeidungslernen meint das Unterlassen von Verhalten, um negative Konsequenzen zu vermeiden.
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Aktives Vermeidungslernen meint die Ausführung eines bestimmten Verhaltens, um negative Konsequenzen zu vermeiden.
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Vermeidungsverhalten in angstbezogenen Situationen kann nach dem Zwei-Faktoren-Modell der Angst zur Aufrechterhaltung der Angst beitragen.
Kapitel 3 – Modelllernen
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Modelllernen, soziales Lernen, Beobachtungslernen oder Imitationslernen werden synonym verwendet.
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Mit automatischer Imitation meint man die unwillkürliche Nachahmung des Verhaltens eines Modells. Man bezeichnet das auch als Chamäleon-Effekt.
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Das Nachahmen ist für das gegenseitige Verständnis und das Entwickeln von Empathie wichtig.
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Beobachten und Handeln sind eng miteinander verzahnt und können im Gehirn ganz ähnliche Aktivationsmuster auslösen.
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In Studien konnte gezeigt werden, dass auch komplexe Verhaltensweisen durch Beobachtung gelernt werden können.
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Die sozial-kognitive Lerntheorie unterscheidet zwischen Akquisition und Performanz.
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Für die Akquisition sind Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse wichtig, für die Performanz spielen Motivation und motorische Reproduktionsfähigkeit eine Rolle.
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Selbstwirksamkeit ist eine Kompetenzerwartung und bezeichnet die allgemeine Überzeugung, eine Situation durch bestimmte Handlungen bewältigen zu können.
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Nach der Skript-Theorie lernen wir Verhaltensskripte (Drehbücher) für bestimmte Situationen durch Beobachtung, die dann abgerufen werden, wenn die aktuelle Situation der Lernsituation ähnelt
Kapitel 4 – Implizites Lernen
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Implizites Lernen ist „Lernen, ohne es zu merken“.
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Implizites Lernen lässt sich nur an veränderten Verhaltensweisen ablesen.
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Implizites Lernen ist unbewusst und geschieht beiläufig.
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Implizites Lernen ist vor allem in den ersten Lebensjahren die einzige Form des Lernens.
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Implizites Lernen ist besonders effizient bei komplexen Reizmustern
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Explizites Lernen ist absichtsvolles und bewusstes Lernen.
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Wir lernen, ohne es zu merken, durch Kovariationen Merkmale.
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Viele Stereotype sind durch versteckte Kovariationen erlernt.
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Auch Reihenfolgen von Ereignissen lernen wir implizit.
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Implizit bezieht sich auf den Lernvorgang und den Abrufvorgang.
Teil II – Motivation
Kapitel 5 – Determinanten des Verhaltens
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Menschliches Verhalten strebt allgemein danach, positive Zustände zu erreichen und negative Zustände zu vermeiden.
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Das appetitive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Erreichung positiver Zustände.
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Das aversive Motivationssystem reguliert Verhalten zur Vermeidung negativer Zustände.
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Als Verhalten definieren wir Geschehnisse, die von außen beobachtbar sind und die sich von anderen Geschehnissen unterscheiden lassen.
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Erleben ist ein bewusstseinsmäßiges Geschehen, das subjektiv wahrgenommen wird und von außen nicht beobachtbar ist.
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Implizite Motive sind dispositional verankerte, emotional eingefärbte Präferenzen, situationsübergreifend auf bestimmte Reize in bestimmter Art und Weise zu reagieren.
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Explizite Motive sind sprachlich ausdrückbare Ziele und Werte einer Person.
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Die Selbstbestimmungstheorie unterscheidet fünf Motivationslagen: externale Regulation, introjizierte Regulation, identifizierte Regulation, integrierte Regulation und intrinsische Regulation.
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Implizite und explizite Motive können kongruent oder inkongruent sein.
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Die Bedürfnishierarchie von Maslow unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Grundbedürfnisse.
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Grawe nennt vier psychologische Grundbedürfnisse, nämlich das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, das Bedürfnis nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung, das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung.
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Die moderne Motivationspsychologie unterscheidet drei implizite Motivklassen (big three), nämlich Leistung, Macht und ein soziales Motiv.
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Das Leistungsmotiv beschreibt generell das Bedürfnis, seine Leistung an eindeutigen und nachvollziehbaren Standards zu messen und zu verbessern.
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Das Machtmotiv beschreibt das Streben, auf andere Einfluss auszuüben und sie in gewünschter Art und Weise zu beeinflussen.
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Beim Machtmotiv kann zwischen einem personalen und einem sozialen Motiv unterschieden werden.
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Das soziale Motiv beschreibt unsere sozialen Bedürfnisse, die darin bestehen, Kontakt mit anderen zu suchen bzw. zu vertiefen.
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Beim sozialen Motiv wird zwischen dem Anschlussmotiv und dem Intimitätsmotiv unterschieden.
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Das Leadership Motive Syndrom beschreibt die Merkmalskombination aus hohem Macht- und Leistungsmotiv und geringem sozialen Motiv.
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Für implizite und explizite Motive gibt es eigene Methoden zur Messung.
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Mit Handeln meint man intentionales (absichtsvolles) Verhalten.
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Ziele sind die Gründe unseres Handelns.
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Triebe und biologische Notwendigkeiten können Ursachen für Verhalten sein.
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Mit Anreiz charakterisieren wir, wie stark Reize, Situationen oder Zustände uns anziehen oder abstoßen.
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Motive sind dispositionale Vorlieben und Präferenzen, bestimmte Reize als Anreiz zu empfinden.
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Motivation ist ein Zustand, in dem wir uns, durch Anreize ausgelöst, in eine bestimmte Richtung hin verhalten, mit einer bestimmten Intensität und für eine bestimmte Dauer.
Kapitel 6 – Triebtheorien der Motivation
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Triebgesteuertes Verhalten wird durch Deprivation in Gang gesetzt.
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Triebe entsprechen körperlichen Bedürfnissen.
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Als Lebenstrieb beschreibt Freud jene körperlichen Bedürfnisse, die mit unserem Selbsterhalt zu tun haben.
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Der Todestrieb steht für unser (selbst‑)zerstörerisches Verhalten.
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Mit Libido wird die uns energetisierende Kraft bezeichnet.
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Triebe können nicht immer direkt befriedigt werden, tauchen aber in sublimierter Form auf.
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Die Persönlichkeit einer Person setzt sich nach Freud aus den drei Instanzen Es, Ich und Über-Ich zusammen.
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Das Es repräsentiert das ungefiltert Triebhafte in uns, das Über-Ich steht für die verinnerlichten Normen, dem Ich kommt die Vermittleraufgabe zwischen Es und Über-Ich zu.
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Konflikte zwischen den drei Instanzen der Persönlichkeit können Abwehrmechanismen in Gang setzen.
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Nach dem Yerkes-Dodson Gesetz ergibt sich die beste Leistung bei mittelschweren Aufgaben und mittlerem Erregungsniveau.
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Nach Hull lässt sich Verhalten als Funktion von Antrieb und Gewohnheit verstehen.
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Gewohnheiten entstehen durch Verstärkungen in der Vergangenheit.
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Triebe energetisieren uns triebunspezifisch.
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Der Antrieb entsteht zunächst aus ungestillten Primärbedürfnissen (Hunger, Durst, Sexualität).
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Sekundäre Triebe sind Reize, die durch Konditionierungsprozesse mit den primären Trieben assoziiert wurden.
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Triebreize beschreiben bedürfnisspezifische Empfindungen.
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Mit Anreiz bezeichnet Hull das Ausmaß der Verstärkung, das mit äußeren Reizen einhergeht.
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Hulls erweitertes Modell beschreibt Verhalten als Funktion von Gewohnheit (H = habit), Antrieb (d = drive) und Anreiz (I = incentive): V = H × D × I.
Kapitel 7 – Feldtheorie
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Menschliches Verhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt.
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Das Personenmodell beschreibt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ziele einer Person.
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Es lassen sich zentrale (eher abstrakte) und periphere (eher konkrete) Bedürfnisse unterscheiden.
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Unbefriedigte Bedürfnisse erzeugen Spannungen, die durch bedürfnisspezifische Aktivitäten reduziert werden können.
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Es kann zu Ersatzhandlungen kommen, wenn ein Bedürfnis nicht direkt befriedigt werden kann.
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Nach der Theorie der symbolischen Selbstergänzung können wir Selbstdefizite auch symbolisch kompensieren, wenn wir keine direkten Einflussmöglichkeiten haben.
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Mit unterschiedlichen Bedürfnissen gehen unterschiedliche kognitive, emotionale und motivationale Funktionslagen einher.
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Der Zeigarnik-Effekt beschreibt das Phänomen, dass unerledigte Aufgaben im Gedächtnis salienter (verfügbarer) sind.
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Die Anziehungs- bzw. Abstoßungskraft (K) ist abhängig von der Valenz (V) der Objekte und deren Distanz (D); K = V/D.
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Die Valenz eines Objektes hängt von den aktuellen Bedürfnissen ab.
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Der Präferenzwechsel beschreibt das Phänomen, dass weniger wertige Objekte u. U. höherwertigen Objekten vorgezogen werden, wenn diese einfacher oder schneller zugänglich sind.
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Der Projekt-Komplettierungseffekt beschreibt den Befund, wonach die Bereitschaft zu noch mehr Investitionen zum Ende eines Projektes hin steigt.
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Verhaltenskonflikte sind dann gegeben, wenn zwei Alternativen mit entgegengesetzter Kraft auf die Person einwirken.
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Der Annäherungs-Annäherungs-Konflikt stellt die Wahl zwischen zwei angenehmen Alternativen dar.
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Der Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt bedeutet die Wahl zwischen zwei unangenehmen Alternativen.
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Der Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt liegt vor, wenn ein Objekt sowohl anziehende als auch abstoßende Eigenschaften besitzt.
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Der doppelte Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt beschreibt die Wahl zwischen zwei Objekten, die beide sowohl anziehende als auch abstoßende Eigenschaften besitzen.
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Kognitive Dissonanz ist ein unangenehmer Zustand, der entstehen kann, wenn eine Person widersprüchliche Überzeugungen, Gedanken oder Einstellungen hat, wie dies bei Verhaltenskonflikten passieren kann.
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Mit Gegenwartspräferenz wird das Phänomen beschrieben, zeitlich näherliegenden Ereignissen einen höheren Wert beizumessen als zukünftigen Ereignissen.
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Nach der Hypothese der valenzabhängigen Zeitdiskontierung verblassen negative Ereignisse mit zunehmender zeitlicher Distanz.
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Affektabhängige Zeitdiskontierung meint, dass mit zunehmender Ereignisdistanz kognitive Bewertungen dominieren, während bei nahen Ereignissen affektive Bewertungen im Vordergrund stehen.
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Das Umweltmodell beschreibt die Objekte und die davon ausgehenden anziehenden und abstoßenden Kräfte, die sich im Lebensraum der Person befinden.
Kapitel 8 – Erwartungswerttheorien
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Erwartungswerttheorien beschreiben motiviertes Verhalten als Ergebnis der Bedeutsamkeit eines Ziels und der subjektiven Erwartung, dieses Ziel auch erreichen zu können.
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Das Risiko-Wahl-Modell beschreibt Motivation als Produkt von Motivstärke, Erwartung und Anreiz.
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In Leistungssituationen kann dabei zwischen dem Motiv Erfolg zu erzielen und dem Motiv Misserfolg zu vermeiden unterschieden werden.
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Erfolgsorientierung und Misserfolgsorientierung sind dispositionale Eigenschaften, können aber auch situativ variieren.
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Erfolgsorientierung und Misserfolgsorientierung haben Einfluss auf den Selbstwert.
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Der Erfolgsanreiz hängt unmittelbar mit der erwarteten Lösungswahrscheinlichkeit ab: je unwahrscheinlicher die Lösung, desto größer der Anreiz.
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Die Misserfolgsmotivation steigt mit zunehmender Lösungswahrscheinlichkeit.
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Die Gesamtmotivation setzt sich stets aus Erfolgs- und Misserfolgsmotivation zusammen.
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Misserfolgsmotivation ist immer negativ und wirkt hemmend.
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Erfolgsorientierte Personen bevorzugen mittelschwere Aufgaben.
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Misserfolgsorientierte Personen sollten leichte bzw. schwere Aufgaben präferieren.
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Erfolg und Misserfolg können auf unterschiedliche Ursachen attribuiert werden.
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Ein internaler Attributionsstil im Erfolgsfall ist selbstwertdienlich, ebenso wie eine externe Attribution im Fall des Misserfolgs.
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Empirische Evidenz gibt es insbesondere für die Vorhersagen hinsichtlich der erfolgsmotivierten Personen.
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Bei der Gesamtmotivation sind auch extrinsische Faktoren zu berücksichtigen.
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Generalisierte Erwartungen lassen sich nach internaler Kontrolle und externaler Kontrolle unterscheiden.
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Internale Kontrollüberzeugung meint die Überzeugung, durch eigenes Handeln die Situation verändern zu können.
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Externale Kontrollüberzeugung ist die Überzeugung, dass externe Faktoren den Ausgang der Situation bestimmen.
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Internale Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit sind vergleichbare Konzepte.
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Situationsergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, dass eine Situation ohne eigenes Zutun zu einem gewünschten Ergebnis führen
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Handlungs-Ergebnis-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, welche Handlung zu welchem Ergebnis führt.
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Selbstwirksamkeitsüberzeugungen sind Kompetenzerwartungen, also Überzeugungen, Handlungs-Ergebnisse selbst auch herbeiführen zu können.
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Ergebnis-Folge-Erwartungen bezeichnen die Erwartung, welche Konsequenzen das Situationsergebnis für persönlich relevante Ziele besitzt.
Kapitel 9 – Handlungsregulatorische Ansätze
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Das Rubikon-Modell der Handlungsphasen unterscheidet zur Beschreibung von intentionalem Handeln vier Phasen und differenziert dabei zwischen Zielsetzung und Zielrealisierung.
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In der prädezisionalen Phase werden unterschiedliche Ziele gegeneinander abgewogen, es kommt zur Intentionsbildung.
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In der präaktionalen Phase wird die Zielerreichung vorbereitet und geplant.
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In der aktionalen Phase wird zielbezogen gehandelt.
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In der postaktionalen Phase wird das Handlungsergebnis bewertet.
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Jede Phase geht mit einer spezifischen Bewusstseinslage einher.
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Unter Volition versteht man, dass ein Ziel auch gewollt werden muss, damit zielbezogene Handlungen initiiert werden.
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Das Zwei-Prozess-Modell der Handlungsregulation unterscheidet zwischen assimilativen und akkommodativen Prozessen der Diskrepanzreduktion.
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Assimilation meint die aktiv handelnde Veränderung des Ist-Zustandes in Richtung Soll-Zustand.
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Akkommodation meint die Anpassung des Soll-Zustandes an die Möglichkeit des Ist-Zustandes.
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Assimilation ist funktional, solange die Zielerreichung möglich ist, dysfunktional dagegen, wenn die Zielerreichung blockiert oder unmöglich ist und die Zielbindung aufrechterhalten wird.
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Akkommodation ist funktional, wenn die Zielerreichung nicht mehr möglich ist, dysfunktional jedoch dann, wenn sie zu einer zu frühen Zielablösung führt.
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Sind sowohl Assimilation als auch Akkommodation gleich stark, kann es zu einem Regulationsdilemma kommen.
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Tendenzen zur Assimilation nehmen mit dem Alter ab, Tendenzen zur Akkommodation nehmen mit dem Alter zu.
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Lageorientierung meint das Verharren in der problematischen Situation ohne neue Lösungswege zu suchen.
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Handlungsorientierung meint die andauernde Bereitschaft, problematische Situationen durch eigenes Eingreifen ändern zu wollen
Teil III – Emotion
Kapitel 10 – Was sind Emotionen?
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Emotionen sind affektive Gefühle.
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Emotionen lassen sich als kurzfristige, unwillkürliche, situative und objektgerichtete affektive Reaktionen definieren, die unser Erleben und Verhalten beeinflussen.
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Stimmungen sind nicht objektbezogen.
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Diskrete Emotionsmodelle gehen von einer begrenzten Anzahl an Basisemotionen aus.
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Dimensionale Emotionsmodelle gehen von einer Einordnung emotionaler Erlebnisse entlang der Dimensionen Erregung und Valenz aus.
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Emotionen lassen sich anhand von fünf Komponenten beschreiben, nämlich Erleben, Ausdruck, Kognitionen, Physiologie und Motivation.
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Die Erlebenskomponente beschreibt den Umstand, dass sich unterschiedliche Emotionen anders anfühlen.
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Emotionen beeinflussen unsere Mimik und unser nonverbales Verhalten.
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Anhand des Facial Action Coding System (FACS) lassen sich die mimischen Ausdrucksweisen verschiedener Emotionen beschreiben.
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Die Facial-Feedback-Hypothese besagt, dass unser emotionales Erleben über ein Wahrnehmungsfeedback hinsichtlich unserer Gesichtsmuskulatur beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird.
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Es gibt keine eins-zu-eins-Entsprechung zwischen physiologischen Prozessen und emotionalem Erleben.
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Emotionen beeinflussen unsere Informationsverarbeitung.
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Emotionen sind auch Folge bestimmter kognitiver Bewertungsprozesse.
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Emotionen sind Motivatoren.
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Emotionen gehen mit spezifischen Handlungsbereitschaften einher.
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Emotionen entwickeln sich über die Lebensspanne hinweg.
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Die Befundlage zur Häufigkeit und Intensität im emotionalen Erleben im höheren Alter ist nicht eindeutig.
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Die sozioemotionale Selektivitätstheorie geht davon aus, dass ältere Menschen sich zunehmend solche Bedingungen aussuchen, bei denen die für sie positiven Aspekte überwiegen.
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5Wir regulieren Emotionen auf verschiedene Arten und Weisen, um uns zu schützen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, unsere wahren Emotionen zu verbergen oder aus hedonistischen Gründen.
Kapitel 11 – Wie entstehen Emotionen?
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Es lassen sich biologische, kognitiv-physiologische und kognitive Theorien zur Emotionsentstehung unterscheiden.
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Biologische Theorien gehen davon aus, dass Emotionen angeborene Reaktionen auf bestimmte äußere Reizeinwirkungen sind.
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Die James-Lange-Theorie besagt, dass Emotionen nichts anderes als die Wahrnehmung körperlicher Reaktionen sind.
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Die Theorie der somatischen Marker geht davon aus, dass wir uns an Körpererfahrungen im Zusammenhang mit Entscheidungen erinnern können, wobei diese Erinnerungen uns dann später als Bauchgefühl zur Verfügung stehen.
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Als primäre Emotionen (Basisemotionen) werden angeborene Emotionen bezeichnet.
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Sekundäre Emotionen bezeichnen dagegen Emotionen, die sich als Mischung aus primären Emotionen ergeben.
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Ein eindeutiges physiologisches Reaktionsprofil, mit dem man spezifische Emotionen unterscheiden kann, ist bisher nicht nachgewiesen.
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Kognitiv-physiologische Theorien sehen Emotionen als das Ergebnis von (kultur-sozial bedingten) Kategorisierungsprozessen von Rohgefühlen (core affects) an.
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Rohgefühle sind unspezifische Erregungen ohne Objektbezug.
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Emotionen können durch Umetikettierung der Rohgefühle verändert werden.
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Kognitive Emotionstheorien sehen Emotionen allein als Ergebnis von Bewertungsprozessen an.
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Nach dem Komponenten-Prozess-Modell bewerten wir Ereignisse permanent nach ihrer Relevanz, ihren Implikationen, unserem Bewältigungspotenzial und ihrem Bezug zu unserem Selbstkonzept und unseren Normen und Werten.
Kapitel 12 – Wozu haben wir Emotionen?
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Emotionen geben uns Auskunft über die Bedeutsamkeit von Ereignissen.
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Sie verändern die Wahrnehmung und steuern unsere Aufmerksamkeit.
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Positive Stimmung ist häufig mit einer eher oberflächlichen Informationsverarbeitung verbunden, negative Stimmung dagegen eher mit einer elaborierten Verarbeitung.
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Stimmungskongruente Reize werden bevorzugt verarbeitet.
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Emotionen unterbrechen auch laufende Prozesse der Informationsverarbeitung und passen sie an die veränderten Umstände an.
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Emotionale Ereignisse werden besser behalten und erinnert.
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Gedächtnisinhalte (Vorwissen und Erfahrungen) sind selbst auch bei der Emotionsentstehung beteiligt.
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Wir nutzen Emotionen als Informationen darüber, wie es uns gerade geht und was relevant ist.
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Emotionen und Motivation sind eng miteinander verbunden.
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Positive Ereignisse aktivieren das appetitive Motivationssystem, negative Ereignisse das aversive Motivationssystem.
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Emotionen spielen in der Beziehungsgestaltung eine wesentliche Rolle.
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Emotionen haben eine soziale Funktion, bei der Gruppenverhalten reguliert wird.
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Unter emotionaler Ansteckung versteht man die (automatische) Tendenz, sein Gegenüber emotional zu imitieren, um emotional mit der anderen Person zu konvergieren.
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Emotionen besitzen auch eine kulturelle Dimension, weil sie beispielsweise an der Vermittlung von Normen und Werten beteiligt sind.
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